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beim Gartenbauverein Unterhaching

Ein Jubiläumsbaum namens Ginkgo biloba

Anlässlich seines 80. Geburtstages pflanzte der Gartenbauverein Unterhaching am 27. April einen prächtigen Ginkgobaum (Ginkgo biloba) im Bereich des Fuß- und Radwegs nördlich vom Bahnhof Unterhaching und östlich der S-Bahnlinie. Dieser Urvater der Bäume ist der erste Großbaum seiner Art, der auf öffentlichen Grünflächen in Unterhaching gepflanzt wurde. Er gilt von Amtswegen als nicht heimisch, obwohl seine Vorfahren bei uns in Europa, im Altmühltal, in der Oberpfalz, aber auch im Voralpengebiet existierten. Die Sollnhofer Ginkgo-Versteinerungen sind 150 Millionen Jahre alt. Erst vor rund 250 Jahren gelangten die ersten Ginkgobäume von China wieder zurück nach Europa und wurden in Botanischen Gärten kultiviert. Den besonderen Reiz machen seine exotisch wirkenden, fächerartiegen Laubblätter von frischer hellgrüner Farbe aus. Im Herbst verfärben sich die Blätter des Ginkgo vor dem Laubfall goldgelb. Nun können sich auch Hachinger Spaziergänger an diesem aus der Urgeschichte stammenden Baum erfreuen und sich eine Pause an der benachbarten Anlagebank gönnen. Der Gartenbauverein Unterhaching bedankt sich bei Wilhelm Holzhammer vom Garten- und Landschaftsbau in Neubiberg für die großzügige Spende.

Bürgermeister Dr. Erwin Knapek, Helga Bauer, Rainer Schäfers und Werner Reindl (von links) pflanzen einen Ginkgo-Großbaum in Unterhaching, April 2007.

Baum-Atlas für Unterhaching

Der Gartenbauverein Unterhaching brachte in Zusammenarbeit mit der Gemeinde Unterhaching den ersten Baum-Atlas für Unterhaching heraus. Die im Juni 2005 vorgestellte Broschüre stellt alte und wertvolle Großbäume in den Mittelpunkt und weist auf deren ökologische Bedeutung für Mensch und Tierwelt hin. Darüber hinaus informiert sie zur Geschichte alter Bäume im Süden von München und im Landkreis. Beschrieben ist die Bodenbeschaffenheit der Münchner Schotterebene sowie ortsnahe Aufzeichnungen über Temperaturen und Niederschlagsmengen.
Der Baum-Atlas gibt Auskunft, wo sich die größten und schönsten Großbäume im Gemeindegebiet befinden, mit Standort, Name des Baumes und Stammumfang. Weitere Kapitel beinhalten die fachgerechte Baumpflege an großen Bäumen, die Baumschutzverordnung der Gemeinde sowie das Nachbarrecht. Die Baumerfassung hat gezeigt, dass die Gemeinde Unterhaching mit Großbäumen reichlich bestückt ist. Nahezu alle heimischen Baumarten sind im Gemeindegebiet in beachtlicher Zahl anzutreffen.

Zum Aufsuchen der ortsbildprägenden Bäume wurde für die Bürgerinnen und Bürger ein Informationsblatt mit den größten und schönsten Bäumen von Unterhaching mit Ortsplan und den Baum-Standorten zusammengestellt. Ergänzend dazu gab der Gartenbauverein in Zusammenarbeit mit der Gemeinde Unterhaching im Oktober 2005 ein handliches Faltblatt über Bäume für den Hausgarten heraus. Auf acht Seiten sind die wichtigsten Informationen empfehlenswerter Klein-, Mittelgroß- und Großbäume zusammengefasst

Streuobstwiese im Landschaftspark Hachinger Tal

Anlässlich eines Workshops zur Umgestaltung des ehemaligen Neubiberger Flughafengeländes trug Werner Reindl, Vorsitzender des Gartenbauvereins Unterhaching, im September 1998 die Idee vor, mit einer Streuobstwiese altes Kulturgut in Unterhaching wieder aufleben zu lassen.
Die Gemeinde Unterhaching schrieb für den Landschaftspark Hachinger Tal einen Wettbewerb aus, den Professor Hans J. Loidl, Atelier Loidl Berlin, gewann. Sein Siegerentwurf vom April 2001 sah eine große Anzahl von Obstbäumen an der Obstscholle Nord vor.
Daraufhin hat sich auf Initiative von Werner Reindl bei der Agenda Vollversammlung am 8. Oktober 2002 die Projektgruppe "Obstwiese für die Bürger" gegründet. Eingebunden ist sie im Arbeitskreis Natur und Landschaft der Lokalen Agenda 21.
Bei einer Bürgerbeteiligung zum geplanten Landschaftspark am 11./12. Oktober 2002 meldeten sich spontan neun Bürger zum Mitmachen. Im Laufe der Jahre wuchs die Gruppe auf über 20 aktive Teilnehmer an. Die Mitglieder der Projektgruppe leisteten einschließlich dem Jahr 2010 über 1000 ehrenamtlich Arbeitsstunden.
Am 15. Oktober 2003 hat die Projektgruppe die ersten Apfelbäume gepflanzt:
1. Reihe: 4 x Roter Boskoop
2. Reihe: 4 x Blenheim
3. Reihe: 4 x Maunzen
4. Reihe: 4 x Gewürzluiken

Zwei Apfelbäume wurden mit Schülern der Fasanen- und Jahnschule gepflanzt. Der Gartenbauverein Unterhaching übernahm die Patenschaft, absolvierte ein Schulungsprogramm und trainiert die Projektmitglieder im fachgerechten Obstbaumschnitt

Frühjahrsschnitt an den Obstbäumen im Landschaftspark Hachinger Tal.

Pflegearbeiten an den Baumscheiben im Landschaftspark Hachinger Tal.